PORTRAITS

Syrien

Der Syrien-Konflikt ist weiter eskaliert – und hat mehr als 200.000 Menschenleben gefordert.Über 9 Mio. – fast die Hälfte der Bevölkerung – sind auf der Flucht. Neben dem syrischen Regime ist der "Islamische Staat" zur stärksten Kraft geworden. Dagegen schrumpft das Territorium gemäßigter Gruppen.

Foto: Argooya | wikipedia commons | free

Afghanistan

2013 lebten Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) zufolge weltweit 2,56 Mio. afghanische Flüchtlinge außerhalb ihres Herkunftslandes – mehr als aus jedem anderen Land (vgl. Ausgabe 6/14). Afghanistan führte in 86 Ländern die Rangliste der wichtigsten Flüchtlingsherkunftsländer an (vor Syrien und Somalia); die meisten dieser Flüchtlinge haben in Iran und Pakistan Zuflucht gefunden. In der EU stellten im vergangenen Jahr 26.200 Afghanen einen Asylantrag.

 

Foto: Ricymar Photography | flickr.com | CC BY-SA 2.0

Somalia

Im Oktober 2013 ertranken hunderte Flüchtlinge vor der italienischen Insel Lampedusa bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die meisten der Opfer kamen aus Eritrea und Somalia, zwei der sechs wichtigsten außereuropäischen Herkunftsländer von Asylsuchenden in der Europäischen Union.

 

Foto: tahir turk | Wikimedia Commons | CC BY-SA 1.0

Sudan

Mehrere Verhandlungsrunden und Friedensmissionen konnten den Krieg der darfurischen Rebellen gegen die Zentralregierung bislang nicht eindämmen. Die Rebellen beschränken sich mittlerweile nicht mehr auf regionale Forderungen, sondern verlangen gesamtstaatliche Veränderungen. Der Krieg droht erneut zu eskalieren.

 

Foto: Nil-boot | Wikimedia Commons | CC BY-SA 2.0

Kongo

Nach dem Sieg der regulären Armee über die Rebellenbewegung M23 besteht wieder etwas mehr Hoffnung für eine umfassende Lösung der Konflikte im Osten der DR Kongo. In Kinshasa hat sich die Lage seit Längerem beruhigt. Es gibt jedoch weiter massive Menschenrechtsverletzungen.

 

Foto: Prince Tanzi | flickr.com | CC BY-ND 2.0

Myanmar

Nach der 2010 begonnenen kontrollieren Übergabe der Macht des Militärs an das Parlament und die zivile Regierung hat sich die Konfliktsituation in Birma/Myanmar entspannt. Mit den meisten Minderheiten ist ein Verhandlungsprozess in Gang gekommen. Wie rückfallgefährdet die Situation immer noch ist, zeigte sich 2011, als es im Gebiet der Kachin erneut zu schweren Kampfhandlungen kam. Auch 2012 starben im Rakkine State bei schweren Unruhen zwischen muslimischen und buddhistischen Teilen der Bevölkerung mindestens 80 Menschen. In der Folge wurde ein großer Teil der muslimischen Bevölkerungsgruppe der Rohingyas vertrieben.

 

Foto: Dr.A.Hugentobler | Wikimedia Commons | CC BY-SA 2.5

Irak

Über drei Jahre nach dem Abzug der US-Truppen steht der Irak am Abgrund. Die Klientelpolitik der schiitisch dominierten Regierung hat anstelle der Aussöhnung zwischen den ethno-religiösen Gruppen eine breite sunnitische Unterstützung für die Terrormiliz "Islamischer Staat" hervorgebracht, die mittlerweile ein Drittel des Landes kontrolliert.

 

Foto: Christian Peacemaker Teams | Wikmedia Commons | CC BY-SA 3.0

Kolumbien

Seit 2012 laufen offiziell Verhandlungen mit der größten Guerilla-Organisation, den FARC, über die Beilegung des bewaffneten Konflikts. Soziale Ungleichheit, mangelnde Partizipation, ungleiche Landverteilung und verbreitete Straflosigkeit: Das sind die strukturellen Ursachen des Konflikts, die noch immer zu wenig angetastet werden.

 

Foto: Steelplug | Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0

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November 2019

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